Die Technikerausbildung an der DMSB

Themenbereiche:


Mit Beginn des Wintersemesters 2001 wurden die bisher bestehenden zwei Fachrichtungen „Müllereitechnik“ und „Mühlenbautechnik“ zu einer Fachrichtung „Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik“ mit zwei Schwerpunkten, dem müllereibezogenen Anlagenbau (Mühlenbautechnik) und der müllereibezogenen Verfahrenstechnik (Müllereitechnik) vereinigt.


Dies führt bei einer erheblichen Straffung des Unterrichts zu einer Verkürzung des Ausbildungsgangs von bisher drei Jahren (bei bisheriger Belegung der beiden Fachrichtungen Müllerei- und Mühlenbautechnik) auf zwei Jahre. Natürlich ist die zeitliche Reduzierung der Ausbildung nur mit einer deutlichen Erhöhung der wöchentlichen Unterrichtsstundenzahl von 30 auf 37,5 Stunden verbunden.


Seit dem Wintersemester 2003 ist außerdem ein Zusatzangebot im Bereich "Futtermitteltechnik" eingerichtet worden.


Der Semesterbeginn ist immer Anfang September.


Zugangsvoraussetzungen

Erfolgreicher Abschluß der Berufsschule oder eine gleichwertige Vorbildung.


  • Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als Müller und spätere einschlägige Berufstätigkeit. Berufsausbildung und Berufspraxis müssen in der Regel insgesamt vier Jahre betragen.
    Bei verkürzter zweijähriger erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung ist eine dreijährige Berufstätigkeit (einschließlich Berufsausbildung) ausreichend.
  • Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Beruf der Lebensmittelverarbeitung
  • Sieben Jahre einschlägige Berufstätigkeit und Ausbildung in einem Beruf

Bewerber, die außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland die Schule besucht haben, können die Aufnahmevoraussetzungen auch in einem besonderen Eignungsverfahren nachweisen.


Zeiten des Grundwehrdienstes, Wehrübungen sowie Dienstzeiten bei Soldaten auf Zeit und ehemaligen Soldaten der Bundeswehr können bei berufsnaher Verwendung und einschlägiger fachlicher Fortbildung auf die Dauer der geforderten Berufspraxis angerechnet werden (Nachweis durch eine vom zuständigen Kreiswehrersatzamt ausgestellte Bescheinigung).


Ausnahmen von diesen Regelungen können in begründeten Einzelfällen durch die zuständige Schulaufsichtsbehörde genehmigt werden. In Zweifelsfällen empfiehlt sich daher eine Rückfrage bei der Fachschule.


Sonstige Voraussetzungen

Erforderlich ist ein polizeiliches Führungszeugnis sowie eine Bescheinigung über die gesundheitliche Unbedenklichkeit. In der Regel können nur Bewerber mit vollendetem 18. Lebensjahr berücksichtigt werden.

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Kosten und Förderungsmöglichkeiten

Kosten

Die Schule ist kostenfrei; es werden demnach keine Studiengebühren erhoben.

Für die Ausbildung an der Deutschen Müllerschule Braunschweig besteht Schulgeldfreiheit. Kosten entstehen nur für Unterrichtsmaterial, Unterkunft und Verpflegung.


Förderungsmöglichkeiten

Seit dem 1996 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG) haben Fachkräfte, die sich auf den Meister-, Techniker- oder auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluß vorbereiten, bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf staatliche Unterstützung.


Nach diesem "Meister-BAföG" kann für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einem bestimmten Höchstbetrag ein zunächst zinsfreies, später zinsgünstiges Darlehen der Deutschen Ausgleichsbank in Anspruch genommen werden. Alleinerziehende erhalten außerdem einen monatlichen Zuschuß für die Betreuung von Kindern bis zu zehn Jahren.


Für Teilnehmer an einer Vollzeitmaßnahme sind auch Beträge zu den Lebenshaltungskosten vorgesehen. Die monatlichen Bedarfssätze orientieren sich an den Regelungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) eigenes Einkommen wird unter Berücksichtigung bestimmter Freibeträge angerechnet. Die Förderungsleistungen werden zu einem Teil als Zuschuß und zu einem Teil als Darlehen gewährt.


Das Darlehen muß zwei Jahre nach Ende der Fortbildung innerhalb von zehn Jahren zurückgezahlt werden. Existenzgründern, die in den zwei Jahren nach Abschluß der Fortbildung einen Betrieb gründen oder übernehmen und mindestens zwei Arbeitsplätze schaffen, wird die Hälfte des Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.


Über Einzelheiten der Förderungsmaßnahme informieren die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung. Die Antragstellung erfolgt in Niedersachsen beim Niedersächsischen Landesverwaltungsamt in Hannover.


Links zum Thema:

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Technikerausbildung

Müllerei- und Futtermitteltechnik

Die Ausbildung zum Müllereitechniker erfolgt in Vollzeitform und dauert zwei Jahre (vier Semester). Eine Verkürzung der Studienzeit um die ersten beiden Semester ist bei entsprechender Vorbildung (z.B. abgeschlossenes Hochschulstudium, etc.) möglich. Jedes Semester umfaßt 20 Wochen. Ausbildungsbeginn ist einmal jährlich ca. Anfang September.


Inhalt

Die Ausbildung zum Müllereitechniker ist so ausgerichtet, daß neben fachlichem Wissen vor allem Kenntnisse zur Lösung praktischer müllereitechnischer Probleme vermittelt werden. Hierbei wird auf die Erziehung zum selbständigen Denken und Handeln besonderen Wert gelegt. Der Unterricht wird durch geeignete Lehr- und Veranschauungsmittel sowie Versuchspraktika auf verfahrens-, labor- und elektrotechnischem Gebiet ergänzt. Die aktuelle Ausbildung im EDV-Labor besitzt einen besonderen Stellenwert. Der erste Ausbildungsabschnitt dient der Vermittlung des Grundwissens allgemeiner wie fachlicher Art. Dem folgt ein verstärkter Unterricht in den berufsbezogenen Fächern. Auf diese Kenntnisse baut in der letzten Stufe vor allem der Unterricht in den Anwendungsfächern auf. Die Ausbildung wird durch Fachexkursionen und Gastvorträge aus der Praxis zu aktuellen Fragen und Problemen vertieft.


Nachweise und Prüfungen

Am Ende eines jeden Semesters erhält der Studierende ein Zeugnis über seine Leistungen in den einzelnen Unterrichtsfächern. Versetzungen finden vom 2. in das 3. Semester statt. Die Versetzung wird auf dem Semesterzeugnis vermerkt.

Die Ausbildung wird mit einer Abschlußprüfung beendet. Die schriftliche Prüfung besteht aus vier Klausurarbeiten in den Fächern

  • Verfahrenstechnik (Mahlverfahren und Diagrammtechnik)
  • Müllereimaschinen
  • Getreide- und Mehl-Analytik
  • Futtermitteltechnik / Spezialmüllerei.

Eine eventuell erforderliche mündliche Prüfung kann sich auf alle Unterrichtsfächer erstrecken.

Bei bestandener Prüfung wird ein Abschlußzeugnis über die staatliche Technikerprüfung mit den in den einzelnen Fächern erzielten Noten ausgestellt, das zur Führung der Berufsbezeichnung:


"Staatlich geprüfter Techniker mit Schwerpunkt müllereibezogener Verfahrenstechnik"


Mühlenbautechnik


Dauer

Die Ausbildung zum Müllereitechniker erfolgt in Vollzeitform und dauert zwei Jahre (vier Semester). Eine Verkürzung der Studienzeit um die ersten beiden Semester ist bei entsprechender Vorbildung (z.B. abgeschlossenes Hochschulstudium, etc.) möglich. Jedes Semester umfaßt 20 Wochen. Ausbildungsbeginn ist einmal jährlich ca. Anfang September.


Inhalt

Die Ausbildung zum Mühlenbautechniker ist so ausgerichtet, daß neben fachlichem Wissen vor allem Kenntnisse zur Lösung praktischer müllereitechnischer Probleme vermittelt werden. Hierbei wird auf die Erziehung zum selbständigen Denken und Handeln besonderen Wert gelegt. Der Unterricht wird durch geeignete Lehr- und Veranschauungsmittel sowie Versuchspraktika auf verfahrens-, labor- und elektrotechnischem Gebiet ergänzt. Aktuelle Ausbildung im EDV-Labor besitzt einen besonderen Stellenwert.

Der erste Ausbildungsabschnitt dient der Vermittlung des Grundwissens allgemeiner wie fachlicher Art. Dem folgt ein verstärkter Unterricht in den berufsbezogenen Fächern. Auf diese Kenntnisse baut in der letzten Stufe vor allem der Unterricht in den Anwendungsfächern auf. Die Ausbildung wird durch Fachexkursionen und Gastvorträge aus der Praxis zu aktuellen Fragen und Problemen vertieft.


Nachweise und Prüfungen

Am Ende eines jeden Semesters erhält der Studierende ein Zeugnis über seine Leistungen in den einzelnen Unterrichtsfächern. Versetzungen finden vom 2. in das 3. Semester statt. Die Versetzung wird auf dem Semesterzeugnis vermerkt.


Die Ausbildung wird mit einer Abschlußprüfung beendet. Die schriftliche Prüfung besteht aus vier Klausurarbeiten in den Fächern:

  • Förder- und Silotechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Müllereimaschinen
  • Mühlenbauplanung.

Eine eventuell erforderliche mündliche Prüfung kann sich auf alle Unterrichtsfächer erstrecken.


Bei bestandener Prüfung wird ein Abschlußzeugnis über die staatliche Technikerprüfung mit den in den einzelnen Fächern erzielten Noten ausgestellt, das zur Führung der Berufsbezeichnung:


"Staatlich geprüfter Techniker mit Schwerpunkt müllereibezogener Anlagenbau"

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Projektarbeiten

Die Aufgabenstellungen für die vierwöchigen Projektarbeiten stammen von Firmen und Forschungseinrichtungen und sichern so den gewünschten Bezug zur Praxis. Die Studierenden müssen eine komplexe Aufgabe selbstständig bearbeiten, Probleme erkennen und beurteilen, Lösungen entwickeln und realisieren sowie ihre Ergebnisse in angemessener Form schriftlich vorlegen und vor einem Fachpublikum präsentieren.

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Meisterprüfung im Müllerhandwerk

Die bestandene Abschlußprüfung zum "Staatlich geprüften Techniker" wird als Teil II der Meisterprüfung (Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse) für Handwerke anerkannt, deren Arbeitsgebiet der jeweiligen Fachrichtung entspricht. Beispielsweise besteht für die Absolventen der Deutschen Müllerschule Braunschweig, die die Bedingungen für die Zulassung zur handwerklichen Meisterprüfung erfüllen, zum Schulabschluß die Möglichkeit zur Ablegung der Meisterprüfung im Müllerhandwerk an der Handwerkskammer Braunschweig (unter Befreiung von der Prüfung im fachtheoretischen Teil).

Seit 01. Januar 2004 ist die Ablegung der Meisterprüfung im Müllerhandwerk zum Führen eines Betriebes nicht mehr erforderlich. Zum Ausbilden von Lehrlingen ist jedoch weiterhin die Ablegung der Ausbildereignungsprüfung (Teil IV der Meisterprüfung) notwendig.

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Futtermittelzertifikat

Die Ausbildung zum Müllereitechniker an der Deutschen Müllerschule Braunschweig wird seit dem Wintersemester 1994/95 durch ein Zusatzangebot durch das Fach "Grundlagen der Tierernährung" ergänzt. In Verbindung mit dem Unterrichtsfach "Futtermitteltechnik" ermöglicht das den Erwerb eines Zeugnisses ("Futtermittel-Zertifikat"), das zusammen mit dem Abschlußdiplom der Fachrichtung Müllereitechnik zur verantwortlichen Leitung eines Mischfutterbetriebes befähigt und berechtigt.

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Fachhochschulreife

Das Abschlußzeugnis beinhaltet gleichzeitig die Fachhochschulreife und ermöglicht so ein Studium an einer Fachhochschule.

Darüber hinaus eröffnet der Abschluß als Staatlich geprüfter Techniker / Staatlich geprüfte Technikerin in immer mehr Bundesländern den direkten Zugang zu einem fachrichtungsbezogenen Hochschulstudium oder berechtig zur Teilnahme an einer entsprechenden Eingangsprüfung, sofern bestimmte formale Voraussetzungen gegeben sind (z.B. Wohnsitz im betreffenden Bundesland, Mindestalter). Informationen hierzu können bei den Arbeitsämtern oder bei der Studienberatung der Hochschulen eingeholt werden.

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Fachseminare

Die Fachseminare sind in den letzten Jahren zu einem festen Ausbildungspunkt der DMSB geworden. Thematisch gehen die Seminare weit über den Inhalt des Unterrichtsstoffs der Schule hinaus und bieten den Studierenden somit einen Blick über den "Tellerrand".

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Messen, Tagungen und Exkursionen

Zur Unterstützung des Unterrichts werden zahlreiche Exkursionen durchgeführt. Messen und Tagungen sowie Betriebsbesichtigungen und die Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen sichern somit einen aktuellen und praxisorientierten Unterricht.

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Verein "Glück zu"

Der Verein "Glück zu" ist eine Studentenvereinigung an der DMSB. Er vermittelt schnell dauerhafte Kontakte unter den Studierenden und fördert damit ein angenehmes und effektives Lernklima. Im vereinseigenen Haus können bis zu 11 Zimmer an Studierende vermietet werden. Mehr Informationen unter: www.glueck-zu.de

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Historie

1881

Gründung einer Handelsschule für Müller in Halle an der Saale durch Herrn Gottlieb Friedrich Simon-Ackermann. Für den ersten Kurs meldeten sich nur zwei Müller an.

1882

Umzug nach Roßwein in Sachsen.

1887

Umzug nach Dippoldiswalde bei Dresden mit 45 Studenten. Umbennung in Deutsche Müllerschule Dippoldiswalde (DMD).

1949

Gründung der Deutschen Müllerschule Braunschweig in der Bertramstraße unter der Leitung von Direktor Dipl.-Ing. Wilhelm Schaible.

1950

Umzug der DMSB in die Wolfenbütteler Straße.

1961

Die Leitung der DMSB übernimmt Direktor Dr. Oskar Eckart.

1966

Neuer Schuldirektor wird Dr. Alfred Angermann.

1998

Dipl.-Ing. Karl-Friedrich Robohm übernimmt das Amt des Schulleiters.

1999

Die Müllerschule feiert ihr 50jähriges Bestehen in Braunschweig.

2001

Umzug an die BBS2 in der Salzdahlumer Straße.

2004

Neuer Schulleiter wird Herr OStD. Manfred Bosse.

2005

Die Schulleitung wird von Herrn StD Jürgen Beißner übernommen.